In vielen Berufen ist eine spezielle Berufskleidung wie Blazer oder Anzug vorgeschrieben oder zumindest aus Tradition üblich. Ob Zimmermänner, Dachdecker oder Bäcker, oft kleiden sie sich so wie es in der Geschichte ihrer Zunft üblich war. Zum Teil schreibt der Arbeitgeber auch das traditionelle Outfit vor und wer sich auf Gesellenwanderung begibt, muss in der Öffentlichkeit stets seine Kluft tragen.
Zwar wandern Köche nicht, da sie im Gegensatz zu Bäckern keine Handwerker sind, doch auch für sie gibt es typische Kleidungsstücke. Das passende Outfit für den Koch umfasst üblicherweise eine zweireihige jacke und eine karierte Hose sowie eine Kopfbedeckung. Die Jacke ist meist in Weiß gehalten, doch inzwischen setzt sich auch farbige Kochbekleidung in Schwarz oder Rot durch. Traditionell zeigt die Farbe der Knöpfe Rang und Spezialgebiet von Küchenchef, Souchef, Gesellen und Auszubildenden an, doch in kleinen Küchen mit wenig Personal kann darauf verzichtet werden.
Da während der Arbeit in der Küche die Kleidung leicht verschmutzen kann, sind Schürzen sinnvoll. Sie sind im Fall eines Spritzers schneller zu wechseln als Hose und Jacke. Mancher fragt sich vielleicht, warum Kochjacken ausgerechnet weiß sind. Das hat zwei Gründe. Zum einen erkennt man an sauberer heller Kleidung ganz einfach, dass es in der Küche hygienisch zugeht. Da manche Lebensmittel hartnäckige Flecken hinterlassen, muss der Stoff zum anderen robust genug für die Kochwäsche und scharfe Reinigungsmittel sein.
Da moderne Waschmittel effektiver und schonender zur Faser als in der Vergangenheit sind, können Köche heute auch andere Farben tragen. Doch das hängt von dem Betrieb ab, denn die Betreiber von Restaurants und Hotels schreiben oft die Kleidung exakt vor – moderne Betriebe setzen gern auf Schwarz oder ein gedecktes Bordeauxrot.
